Bedarfsausweis Gebäudeenergieberatung

Verbrauchsausweis Energieberatung

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Seit dem 1. Juli 2008: Energieausweise sorgen bei Altbauten für
mehr Energieeinsparung und Transparenz

Energieausweis

Bedarfsorientierter Energieausweis:

Entscheidungshilfe für Eigenheimbesitzer und Kaufinteressenten bei Investitionen.

Verbrauchsorientierter Energieausweis:

Gibt Mietern und möglichen Miet- bzw. Kaufinteressenten eine grobe Einschätzung der zu erwartenden Nebenkosten.

Seit dem 1. Juli 2008 haben potenzielle Mieter und Käufer das Recht, die Vorlage eines Energieausweises vom Vermieter oder Verkäufer einzufordern.
Dies gilt für Häuser, die bis 1965 gebaut wurden. Betroffen sind nach Schätzungen etwa 8 Millionen Wohngebäude. Prognosen gehen davon aus, dass jährlich bis zu einer Million Energieausweise ausgestellt werden.

Seit Anfang 2009 ist der Energieausweis in Vermietungs- und Verkaufsfällen auch bei allen übrigen Wohngebäuden Pflicht. Gewerbebauten und andere Gebäude, die nicht überwiegend dem Wohnen dienen, so genannte Nichtwohngebäude, benötigen seit Juli 2009 einen Energieausweis. Für Neubauten ist der Energieausweis bereits seit 2002 vorgeschrieben.

Warum gibt es den Energieausweis?

Der Energieausweis liefert Daten zur Energieeffizienz eines Gebäudes.
Die Angaben im Energieausweis erlauben einen Vergleich mit typischen anderen Gebäuden. Der Energieausweis gibt Anhaltspunkte für eine grobe Schätzung der künftig anfallenden Energiekosten für eine Wohnung oder ein Haus. Zukünftige Mieter oder Käufer können diese Information in ihre Miet- oder Kaufentscheidung einfließen lassen und sich angesichts steigender Energiepreise für eine sparsame Immobilie entscheiden.
Für alle Energieausweise gilt: Sie sind ab Ausstellung zehn Jahre lang gültig. Eine Verlängerung ist nicht möglich. Sie müssen nur vorgelegt werden, wenn das Gebäude oder eine Einheit neu vermietet bzw. verkauft werden soll. Eigentümern oder Vermietern, die keinen oder nur einen unvollständigen Energieausweis vorlegen, droht ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro.
Das Wichtigste in Kürze:
 Worauf potenzielle Mieter oder Käufer besonders achten sollten:
1. Bedarfs- oder Verbrauchsausweis

Es gibt zwei Arten von Energieausweisen. Beim Bedarfsausweis legt der Fachmann dem Energieausweis die Bausubstanz und die Heizungsanlage des Gebäudes zugrunde. Aufgrund des energetischen Zustands des Gebäudes berechnet er die Energiemenge, die für Heizung, Lüftung, Klimaanlage und Warmwasserbereitung bei durchschnittlicher Nutzung benötigt wird.
Der Verbrauchsausweis entsteht auf der Grundlage des erfassten Energieverbrauchs, zum Beispiel anhand der Heizkostenabrechnungen, und gibt den Energieverbrauch der Gebäudenutzer in den letzten drei Jahren an. Witterungseinflüsse werden "herausgerechnet". Hier wird auch angegeben, ob die Warmwasseraufbereitung im Verbrauch enthalten ist. Die Bewertung eines Gebäudes im Verbrauchsausweis hängt auch vom individuellen Heizverhalten der Bewohner ab.
2. Welcher der beiden Energieausweise ist zulässig?

Wahlfreiheit zwischen den beiden Ausweisarten herrscht für alle Wohngebäude mit mehr als vier Wohneinheiten. Bei Wohngebäuden mit vier und weniger Wohneinheiten ist zu unterscheiden:
  • Wahlfreiheit gilt für diese Wohngebäude, wenn entweder der Bauantrag

    nach dem 1. November 1977 gestellt wurde (also die Wärmeschutz- verordnung von 1977 beachtet werden musste) oder das Wohngebäude trotz Bauantragstellung vor dem 1. November 1977 das Anforderungs- niveau der Wärmeschutzverordnung von 1977 erfüllt (zum Beispiel durch spätere Modernisierungsmaßnahmen).

  • Andernfalls dürfen für solche Wohngebäude nur Bedarfsausweise

    ausgestellt werden.

Sind die Voraussetzungen des Wahlrechts nicht erfüllt, darf der Energie- ausweisaussteller für das Gebäude nur einen Bedarfsausweis ausstellen. Hintergrund ist, dass in kleineren, energetisch nicht sanierten, alten Wohngebäuden das individuelle Heizverhalten den Gesamtenergieverbrauch deutlich stärker beeinflusst als in Wohnanlagen mit vielen Wohneinheiten.
3. Im Roten oder im Grünen Bereich

Entscheidend ist sowohl beim Bedarfs- als auch beim Verbrauchausweis, ob der Verbrauch eines Gebäudes im grünen oder im roten Bereich der Farbskala liegt. Grün bedeutet, dass wenig Energie für Heizung und Warmwasser benötigt wird; rot steht für eine schlechte Energiebilanz.
Damit man einordnen kann, wo das betreffende Gebäude im Vergleich zu anderen Häusern steht, enthält der Energieausweis eine zweite Farbskala mit Vergleichswerten. Sie zeigt an, wie hoch typischerweise der Energiebedarf von verschiedenen Gebäudetypen vom Passivhaus bis hin zum unsanierten Mehrfamilienhaus ist.
4. Modernisierungsempfehlungen

In vielen Fällen, wenn auch keineswegs immer, sind kostengünstige Maßnahmen zur energetischen Verbesserung des Gebäudes möglich. Sind solche Maßnahmen für einen Eigentümer wirtschaftlich, müssen dem Energieausweis entsprechende individuelle Modernisierungsempfehlungen beigefügt werden. Auch sie können von potenziellen Mietern und Käufern eingesehen werden. Mit ihrer Hilfe kann man sich einen Eindruck davon verschaffen, welche Modernisierungsmaßnahmen den Energiebedarf des Gebäudes deutlich verbessern würden. Da es sich um nur um Empfehlungen handelt, muss der Eigentümer sie aber nicht umsetzen.
5. Für Eigentümer und Vermieter:
Einen qualifizierten Aussteller finden

Die Qualifikationsanforderungen für die Aussteller von Energieausweisen sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) geregelt. Zulassungsstellen in den Ländern gibt es allerdings nicht, um den Verwaltungsaufwand möglichst gering zu halten. Die Aussteller von Energieausweisen müssen nach der Energieeinsparverordnung eine "baunahe" Ausbildung als Eingangs- qualifikation absolviert haben. Berechtigt sind z.B. Architekten, Ingenieure sowie qualifizierte Handwerker und Techniker.